Projektspezifische Rückverfolgungstiefe
Die erforderliche Tiefe ist projektabhängig. Sie kann von Werkstoffschmelze und Gusscharge bis zu Wärmebehandlung, Bearbeitung, Oberflächenfinish, Prüfung, Verpackung und Endbericht reichen.
Angaben in der Anfrage
- Rückverfolgung auf Schmelzen-, Chargen- oder Einzelteilebene
- Guss-, Laser- oder mechanische Kennzeichnung bzw. Etikett
- Werkstoffzeugnisse sowie Prüf- und Testberichte
- Aufzeichnungen zu Abweichung, Nacharbeit und Freigabe
- Aufbewahrungsfrist und Dateiformat
Kennzeichnung am Bauteil
Für geeignete Komponenten stehen Laser- und mechanische Kennzeichnung zur Verfügung. Typische Inhalte sind Teilenummer, Serien-/Chargenkennung, Revisionsstand, Symbole oder ein kundenspezifisches Muster. Bei Dicht-, ermüdungskritischen, hygienischen oder sichtbaren Flächen sollten Inhalt, Position, Orientierung sowie Tiefen-/Optikgrenzen in der Zeichnung festgelegt werden.
Das Kennzeichnungsverfahren wird nach Werkstoff, Geometrie, Oberflächenzustand und geforderter Rückverfolgungstiefe gewählt. Eine sichtbare Kennung ist nur dann echte Rückverfolgbarkeit, wenn sie mit Schmelze/Charge und den zugehörigen Prüfunterlagen verknüpft bleibt.
Digitale Produktionsunterstützung
ERP- und MES-Funktionen können Auftragsfortschritt, Produktion, Abweichungen, Anlagenstatus, Qualitätsdaten und gelenkte Arbeitsanweisungen verbinden. Sie ergänzen, ersetzen aber nicht Zeichnung und Prüfplan.