Wanddicke ist eine Systementscheidung
Die praktische Mindestwanddicke hängt von Fließvermögen der Legierung, Fließlänge, Orientierung, umgebender Masse, Schalentemperatur, Anschnittsystem, lokalen Radien und akzeptiertem Risiko ab. Eine lange isolierte Rippe ist nicht mit derselben Nenndicke in einem kompakten, gut gespeisten Bereich vergleichbar.
Konstruktive Prioritäten
- Wände so gleichmäßig wie funktional möglich halten
- Dick-Dünn-Übergänge weich gestalten
- Lange dünne Fließwege mit abrupten Richtungswechseln vermeiden
- Isolierte Naben und Auflagen prüfen
- Verzug nach Abtrennen und Wärmebehandlung berücksichtigen
- An dünnen Wurzeln angemessene Radien vorsehen
Prüfung in der Angebotsphase
Das native 3D-Modell ermöglicht eine aussagekräftige Querschnittsanalyse. Sie zeigt Fließlänge, Übergänge und lokale Massenverhältnisse besser als eine einzelne Mindestwandangabe. Die endgültige Machbarkeit wird aus Werkstoff, Größe, Stückzahl und Abnahmekriterien bestätigt.