Vom Fertigbauteil ausgehen
Eine gute Feingusskonstruktion ist nicht nur eine gegossene Kopie eines vollständig zerspanten Teils. Sie berücksichtigt Entformung des Wachses, Schalenaufbau, Füllung und Erstarrung, Abtrennen, Reinigen, Wärmebehandlung, Bearbeitung, Prüfung und Einsatz.
Geometrische Schwerpunkte
- Möglichst weiche Querschnittsübergänge
- Keine isolierten Massestellen an langen dünnen Wänden
- Sinnvolle Innenradien
- Klare Kennzeichnung von Guss- und Bearbeitungsflächen
- Eindeutige Funktionsbezüge
- Frühzeitige Planung von Spannen, Werkzeugzugang und Messung
- Anguss- und Schleifzonen außerhalb kritischer Sicht- und Funktionsflächen
Toleranzen gezielt einsetzen
Enge Toleranzen sollten dort liegen, wo sie Dichtung, Rotation, Montage oder Ausrichtung beeinflussen. Eine datumbezogene Bearbeitungsstrategie ist meist stabiler und wirtschaftlicher, als jede Beziehung im Gusszustand eng zu tolerieren.
Vollständige Anfrageunterlagen
Hilfreich sind kontrollierte 2D-Zeichnung, natives 3D-Modell, Werkstoffnorm, Jahresmenge, kritische Merkmale, Prüfanforderungen sowie Einschränkungen für Reparatur oder Prozessfolge.