Technische Ressource

Mindestwanddicke im Feinguss

Mindestwanddicke ist kein isolierter Tabellenwert, sondern das Ergebnis aus Werkstoff, Geometrie, Fließweg und Prozessstabilität.

Wanddicke ist eine Systementscheidung

Die praktische Mindestwanddicke hängt von Fließvermögen der Legierung, Fließlänge, Orientierung, umgebender Masse, Schalentemperatur, Anschnittsystem, lokalen Radien und akzeptiertem Risiko ab. Eine lange isolierte Rippe ist nicht mit derselben Nenndicke in einem kompakten, gut gespeisten Bereich vergleichbar.

Vergleich von abruptem Querschnittswechsel und gleichmäßigem Übergang bei der Wanddickenauslegung

Konstruktive Prioritäten

  • Wände so gleichmäßig wie funktional möglich halten
  • Dick-Dünn-Übergänge weich gestalten
  • Lange dünne Fließwege mit abrupten Richtungswechseln vermeiden
  • Isolierte Naben und Auflagen prüfen
  • Verzug nach Abtrennen und Wärmebehandlung berücksichtigen
  • An dünnen Wurzeln angemessene Radien vorsehen

Prüfung in der Angebotsphase

Das native 3D-Modell ermöglicht eine aussagekräftige Querschnittsanalyse. Sie zeigt Fließlänge, Übergänge und lokale Massenverhältnisse besser als eine einzelne Mindestwandangabe. Die endgültige Machbarkeit wird aus Werkstoff, Größe, Stückzahl und Abnahmekriterien bestätigt.

Projekt starten

Mit der Zeichnung können wir den Fertigungsweg direkt prüfen.

Senden Sie 2D-/3D-Datei, Werkstoff, Menge und kritische Anforderungen.

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