Keine Einzeltoleranz passt zu jedem Gussteil
Erreichbare Toleranzen hängen von Gesamtabmessung, Geometrie, Merkmalsbeziehungen, Werkzeug, Wachsverhalten, Schalen- und Temperatureinflüssen, Legierung, Wärmebehandlung und Messmethode ab. Lange, offene oder stark wechselnde Querschnitte verhalten sich anders als kompakte symmetrische Bauteile.
Drei Toleranzkategorien verwenden
- Funktional bearbeitete Maße – für Dichtung, Rotation, Montage oder Ausrichtung.
- Kontrollierte Gussmaße – nahe Endform mit beherrschter Prozessstreuung.
- Referenzmaße – zur Beschreibung der Konstruktionsabsicht, jedoch nicht als Abnahmekriterium.
Bezugsstrategie
Die Zeichnung sollte zeigen, wie die Gussgeometrie in der ersten Aufspannung ausgerichtet wird. Stabile Auflagen, Spannlaschen oder Opferbezüge verbessern die Wiederholbarkeit und vermeiden unnötige Zugaben.
Endgültige Bestätigung
Die Toleranzfähigkeit wird nach Prüfung von 3D-Geometrie, Werkstoff, Wärmebehandlung, kritischen Merkmalen und Messmethode im DFM bestätigt. Kritische Beziehungen werden häufig zuverlässiger durch Bearbeitung als durch eine pauschale Verschärfung aller Gusstoleranzen erreicht.