Der Rohling muss sich reproduzierbar ausrichten lassen
Eine gute Guss-zu-Bearbeitung-Konstruktion bietet stabile Bezugsmerkmale, ausreichenden Spann- und Werkzeugzugang sowie gezielte Zugaben auf Funktionsflächen. Die Bearbeitungsstrategie sollte vor der Werkzeugfreigabe feststehen.
Gemeinsam zu prüfende Merkmale
- Primär-, Sekundär- und Tertiärbezüge
- Opferauflagen, Spannlaschen oder Zentriermerkmale
- Spannzugang und Werkzeuganstellung
- Beziehungen zwischen Bohrungen, Stirn- und Dichtflächen
- Zugaben nach erwarteter Wärmebehandlungsverformung
- Werkzeugauslauf und Spanabfuhr
- Messzugang nach jedem kritischen Aufspannvorgang
Bezugsstrategie
Die erste Aufspannung sollte Merkmale erzeugen, die für spätere Operationen stabil bleiben. Unregelmäßige Sichtflächen sind schlechte Primärbezüge. Eine kleine, gezielt konstruierte Auflage kann günstiger sein als komplexe weiche Backen und wiederholtes manuelles Ausrichten.
Spannen und Verzug
Dünne Wände und offene Querschnitte können sich unter Spannkraft verformen. Die Vorrichtung soll nahe an den Schnittkräften abstützen, ohne das Bauteil zu überbestimmen. Bei großer Spanabnahme können Schruppen, Spannungsarmbehandlung und Schlichten getrennt werden.
Messbarkeit
Bereits bei der Konstruktion sollte geklärt werden, ob CMM, Lehren oder spezielle Vorrichtungen die kritischen Merkmale erreichen. Ein messbares Bauteil lässt sich in Serie zuverlässiger herstellen.