Bauteilherausforderung
Klampen, Beschläge, Scharniere und Deckskomponenten verbinden häufig eine geformte Sichtkontur mit Gewinden, Bolzenbohrungen, Montage- oder Lagerflächen. Feinguss erzeugt die Form wirtschaftlich, Bearbeitung schafft Montagegenauigkeit und Polieren bestimmt Erscheinungsbild und Reinigbarkeit.
Die Oberfläche ist stark sichtbar. Gussstruktur, Angussübergänge, Bearbeitungskanten und Handhabungsspuren bleiben nach Hochglanzpolitur erkennbar, wenn die Prozessfolge nicht von Anfang an geplant ist.
Schwerpunkte der Prozessplanung
- Korrosionsbeständigen Werkstoff passend zu Umgebung und Norm auswählen
- Anguss und Trennbereiche an gut zugänglichen Schleifstellen platzieren
- Kontrollierte Zugabe auf Montage- und Passflächen vorsehen
- Sicht-, Funktions- und bewusst unbearbeitete Flächen unterscheiden
- Bei kritischer Optik Referenzmuster und Betrachtungsbedingungen festlegen
Bearbeitung, Polieren und Verifikation
Gewinde, Montageflächen und Bolzenbohrungen werden in einer Reihenfolge bearbeitet, die polierte Flächen schützt. Mechanisches Polieren entfernt Guss- und Bearbeitungsspuren über definierte Schleifstufen; anschließend kann passiviert werden. Abnahme kann Maße, Gewindelehren, Rauheit, Vergleich mit Referenzmuster und geforderte Korrosionsprüfung umfassen.
Angaben für die Anfrage
Werkstoff, Expositionsumgebung, Last und Montage, Sichtzonen, Zielrauheit, Passivierung, Salzsprühforderung, Verpackung und Jahresmenge sind für ein belastbares Angebot erforderlich.
