Bauteilherausforderung
Ein komplexes Strömungsgehäuse verbindet nahezu endkonturnahe Innenkanäle mit bearbeiteten Anschlüssen, Bohrungen, Flächen und Dichtmerkmalen. Feinguss kann eine mehrteilige Schweißkonstruktion ersetzen oder den Materialabtrag aus Vollmaterial deutlich reduzieren.
Das Beschaffungsrisiko betrifft nicht nur die Außenform. Wandübergänge, lokale Massestellen, Kanalverzweigungen und Bearbeitungstiefe beeinflussen Speisung, Porositätsrisiko und spätere Druckdichtheit.
Schwerpunkte der Prozessplanung
- Kritische Druckgrenzen stabil füllen und speisen.
- Wandübergänge an Kanalverzweigungen und Naben beherrschen.
- Ausreichende, aber nicht übermäßige Bearbeitungszugabe vorsehen.
- Reproduzierbare Bezüge am unregelmäßigen Rohling schaffen.
- Sicht-, Dicht-, Lager- und Gewindeflächen getrennt definieren.
Bearbeitung, Prüfung und Test
Anschlüsse und Dichtflächen werden meist nach Wärmebehandlung und Reinigung bearbeitet. Die Operationsfolge kontrolliert Verzug und erhält Spann- und Messzugang. Eine CMM prüft Anschlusslage, Bohrungsbeziehungen und Bezüge; relevante Druckzonen können einer Eindring-, Ultraschall- oder anderen ZfP unterzogen werden.
Bei Leckageanforderungen erfolgt die Druckprüfung nach den Bearbeitungs- und Reinigungsstufen, die dem Lieferzustand entsprechen.
Angaben für die Anfrage
3D-Modell, Druckgrenze, Prüfdruck, Leckagekriterium, Werkstoffnorm, Reparaturbeschränkung, Jahresmenge und kritische Bearbeitungsmerkmale ermöglichen eine belastbare Bewertung.
