Behandlung nach der Bearbeitung
Beizen, Passivieren und Elektropolieren können in die Lieferung des Fertigbauteils integriert werden. Die Auswahl hängt von Werkstoff, Ausgangsoberfläche, Reinigbarkeit, Optik, Korrosionsbelastung und Kundenspezifikation ab.
Nach geeigneter Reinigung und Entzunderung dient das Passivieren dazu, freies bzw. exogenes Eisen zu entfernen und die normale Passivoberfläche des Edelstahls zu unterstützen; es ist keine Beschichtung und soll die Geometrie nicht gezielt verändern. Elektropolieren trägt eine kontrollierte mikroskopische Schicht ab, glättet Spitzen und kann Reinigbarkeit sowie Erscheinungsbild verbessern. Tiefe Gussfehler oder Werkzeugspuren müssen zuvor beseitigt werden.
Vorbereitung und Schutz
Bearbeitungsrückstände, Poliermittel, Fremdpartikel und Anlassfarben werden über die vereinbarte Reinigungsroute entfernt. Gewinde, Dichtflächen, enge Passungen und Kennzeichnungen können Maskierung oder besondere Handhabung erfordern.
Maß- und Abnahmekriterien
Der Materialabtrag hängt von Geometrie und Stromdichte ab. Kanten, Gewinde, dünne Bereiche und Passungen benötigen deshalb definierte Zugaben und eine Prüfung nach der Behandlung. Norm, Messstelle, Sichtmuster und Reinheitsanforderung sollten in der Zeichnung festgelegt sein.